Nominierte Projekte Innovationspreis

  • Scoutello

    Hamburgs touristische Vielfalt liegt in seinen Quartieren, doch die einzelnen Anbieter vermarkten sich meist getrennt. Scoutello setzt genau hier an: Die Plattform bündelt Hotellerie, Gastronomie, Kultur und Freizeitangebote eines Viertels zu buchbaren Erlebnispaketen und macht das Quartier als Ganzes erlebbar. Für Gäste genügt ein QR-Code, eine App-Installation ist nicht nötig. Sie erhalten einen digitalen Begleiter mit KI-gestütztem Guide, Karte, Ticket- und Zutrittsfunktion sowie Bestell- und Bezahlmöglichkeit - automatisch in 31 Sprachen, was besonders internationalen Gästen und Kreuzfahrtreisenden zugutekommt. Für die Anbieter entsteht ein gemeinsamer digitaler Vertriebskanal ohne eigene Entwicklungskosten. Kleine Betriebe erhalten Zugang zu Technologie, die ihnen sonst verschlossen bliebe, und profitieren von der Sichtbarkeit des gesamten Quartiers. Erlöse werden über ein transparentes Marktplatzmodell zwischen den Partnern aufgeteilt.

    Scoutello ist damit kein weiteres Buchungsportal, sondern eine Infrastruktur für kooperative Quartiersvermarktung. Entwickelt in Hamburg und übertragbar auf jede Destination.

  • Lego Discovery Centre

    Mit dem LEGO® Discovery Centre Hamburg eröffnete 2025 das erste LEGO Discovery Centre der neuen Generation in Deutschland. Auf rund 3.000 Quadratmetern bietet die Attraktion Familien zwölf interaktive Erlebnisbereiche, in denen kreatives Bauen, spielerisches Lernen und immersive Unterhaltung miteinander verbunden werden.

    Das Konzept kombiniert klassische LEGO Bauerlebnisse mit digitalen Elementen und schafft Raum für gemeinsames Entdecken, Ausprobieren und Gestalten. Zu den Angeboten zählen verschiedene Themenwelten, kreative Bauaktivitäten sowie interaktive Erlebnisse, bei denen selbst gebaute Modelle Teil digitaler Spielwelten werden können. Ein besonderes Merkmal des Projekts ist die Beteiligung einer sogenannten „Creative Crew“ aus Kindern, die die Entwicklung der Attraktion begleitet und ihre Ideen in die Gestaltung eingebracht hat. Dadurch wurden die Bedürfnisse und Perspektiven der jungen Zielgruppe frühzeitig in den Entwicklungsprozess integriert.

    Als wetterunabhängige Ganzjahresattraktion ergänzt das LEGO Discovery Centre das familienorientierte Freizeit- und Tourismusangebot in Hamburg und leistet einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung interaktiver Ausstellungs- und Erlebnisformate.

  • Don't stay naked
    Don’t stay naked bietet geführte Shopping- und Stadtviertel-Touren durch Hamburgs kreative Quartiere und lädt dazu ein, die Stadt aus einer lokalen Perspektive kennenzulernen. Die kuratierten Touren führen unter anderem zu kleinen, unabhängigen Geschäften, Designer-Shops, Upcycling-Konzepten, Tee- und Kaffeeläden, Buchhandlungen sowie weiteren besonderen Spezialgeschäften abseits klassischer Touristenrouten. Dabei verbinden sie Hintergrundwissen zu den jeweiligen Vierteln mit persönlichen Begegnungen und Einblicken in die lokale Handels- und Kreativszene. Durch den direkten Austausch mit den Händlern erhalten die Teilnehmenden einen authentischen Zugang zu den Menschen und Geschichten hinter den Geschäften.

    Statt bekannte Sehenswürdigkeiten in den Mittelpunkt zu stellen, rückt Don’t stay naked die Vielfalt lokaler Stadtkultur und inhabergeführter Geschäfte in den Fokus und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung lokaler Wirtschaftsstrukturen und zur Weiterentwicklung nachhaltiger, erlebnisorientierter Angebote im Städtetourismus. Don't stay naked macht Hamburgs Vielfalt auf authentische Weise erlebbar.

  • Die Botschaft der Wildtiere

    Die Botschaft der Wildtiere in der Hamburger HafenCity ist ein Erlebnis- und Bildungsort, der die heimische Tier- und Pflanzenwelt auf interaktive Weise erlebbar macht. Herzstück des Angebots ist eine multimediale Dauerausstellung auf rund 2.200 Quadratmetern, die Besuchern in die faszinierende Vielfalt der etwa 48.000 in Deutschland vorkommenden Tierarten eintauchen lässt. An zahlreichen Mitmachstationen können Gäste die Perspektive verschiedener Wildtiere einnehmen, etwa wie ein Adler durch die Lüfte gleiten, die Umgebung mit den Ohren eines Feldhasen wahrnehmen oder spannende Rätsel rund um Natur und Artenvielfalt lösen. So verbindet die Ausstellung Wissensvermittlung mit spielerischen und immersiven Erlebnissen für unterschiedliche Altersgruppen. Ergänzt wird das Angebot durch Deutschlands erstes Naturfilmkino, eine Lernwerkstatt für Kinder sowie Veranstaltungsflächen für Akteure aus Natur- und Artenschutz. 

    Besonders macht das Projekt seinen Ansatz, Naturbildung in den urbanen Raum zu bringen und Menschen für die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu begeistern. Statt Natur nur zu erklären, schafft die Botschaft der Wildtiere unmittelbare Erlebnisse, die Wissen, Emotionen und aktives Entdecken miteinander verbinden. 

    Somit trägt die Botschaft der Wildtiere zur Vermittlung von Naturwissen bei und setzt zugleich Impulse für nachhaltigen Freizeit- und Bildungstourismus in Hamburg. 

  • Port des Lumières

    Port des Lumières ist ein digitales Kunstzentrum in der Hamburger HafenCity, das Kunst mithilfe von Licht, Musik und großflächigen Projektionen erlebbar macht. Die immersiven Ausstellungen laden Besucher dazu ein, in Kunstwerke und Geschichten einzutauchen und diese auf eine neue, multisensorische Weise zu entdecken. Durch seinen niedrigschwelligen Ansatz spricht das Kunstzentrum auch Menschen an, die bislang nur wenig Berührungspunkte mit klassischen Kultur- und Museumsangeboten hatten. So entstehen neue Zugänge zu Kunst und kultureller Bildung.

    Besonders macht das Projekt die Verbindung von digitaler Technologie, kulturellen Inhalten und emotionalen Erlebnissen. Ergänzende Formate wie Yoga-Veranstaltungen, Themenabende oder kreative Events schaffen zusätzliche Anlässe für einen Besuch und erweitern das kulturelle Angebot der HafenCity.

    Seit seiner Eröffnung im Jahr 2025 hat sich Port des Lumières zu einem stark frequentierten Kultur- und Freizeitort entwickelt und engagiert sich durch Kooperationen und Veranstaltungsformate für die lokale Kreativszene und gesellschaftliche Themen. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung innovativer Kulturangebote und stärkt Hamburgs Profil als moderne Kultur- und Tourismusdestination.

  • NaturRaum Hafen City: Zwischen Elbe und Asphalt

    Der NaturRaum HafenCity macht die oft verborgene Natur Hamburgs auf interaktive Weise erlebbar. Mitten in der urbanen Umgebung der HafenCity lädt die kostenfreie Ausstellung Familien, Besucher und Interessierte dazu ein, die Tier- und Pflanzenwelt der Stadt aus einer neuen Perspektive zu entdecken.

    An vielfältigen Mitmachstationen können Kinder und Erwachsene selbst aktiv werden. Sie erkunden einen Biberbau, begleiten Tiere durch den Hafen, lauschen Pflanzen oder gestalten Ideen für eine grünere Stadt. Die barrierefreie Ausstellung vermittelt Wissen spielerisch und niedrigschwellig und spricht dabei verschiedene Sinne an. Im Mittelpunkt steht dabei immer die Frage, wie Natur auch in einer dicht bebauten Großstadt sichtbar und erlebbar wird. Die Ausstellung zeigt, dass zwischen Gebäuden, Hafenbecken und Verkehrsflächen überraschend vielfältige Lebensräume existieren und regt dazu an, die eigene Umgebung bewusster wahrzunehmen und sich mit den Themen Stadtnatur, Biodiversität und Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen.

    Als frei zugängliches Bildungs- und Erlebnisangebot erweitert der NaturRaum HafenCity die touristische und kulturelle Vielfalt Hamburgs und eröffnet einen neuen Blick auf die Natur in der Stadt.

  • Zeitreise Hamburg - Geschichte mit allen Sinnen erleben
    Mit dem Film „Zeitreise Hamburg“ macht KJ Adventure World mehr als 120 Jahre Hamburger Stadtgeschichte auf anschauliche und immersive Weise erlebbar. Historische Originalaufnahmen werden in der Maxx Motion 7D Experience mit moderner Unterhaltungstechnologie kombiniert und nehmen Besucher mit auf eine Reise durch prägende Ereignisse und Entwicklungen der Hansestadt. Bewegliche Sitze sowie Wind-, Wasser- und weitere Spezialeffekte schaffen dabei ein multisensorisches Erlebnis, das die Zuschauerinnen unmittelbar in das Geschehen eintauchen lässt.

    Durch die Verbindung von historischen Inhalten mit moderner Unterhaltungstechnologie, eröffnet die Zeitreise Hamburg einen zeitgemäßen Zugang zur Hamburger Stadtgeschichte. Durch die Verbindung von Film, Bewegung und Spezialeffekten entsteht ein Erlebnisformat, das unterschiedliche Altersgruppen anspricht und sowohl für Besucher der Stadt als auch für Einheimische attraktiv ist.

    Als wetterunabhängige Ganzjahresattraktion im Haus des Cruise Center HafenCity trägt das Projekt zur Vielfalt des Freizeit- und Tourismusangebots in der HafenCity bei und schafft einen innovativen Zugang zur Geschichte und Identität Hamburgs.

Nominierte Projekte Sonderpreis “Tourismus für ALLE”

  • Statt Tour

    StattTour bietet eine besondere Form der Stadtführung, bei der Hamburg aus der Perspektive von Menschen im Rollstuhl erlebt werden kann und verbindet Stadtentdeckung mit einem unmittelbaren Perspektivwechsel. Begleitet werden die Touren von Guides, die selbst im Rollstuhl unterwegs sind und ihre persönlichen Erfahrungen mit den Teilnehmenden teilen. Nach einer kurzen Einführung erkunden die Gruppen verschiedene Bereiche der Stadt und wechseln sich dabei im Rollstuhl ab. So werden Barrieren im öffentlichen Raum unmittelbar erfahrbar und die Herausforderungen des Alltags von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen greifbar. Statt theoretischer Informationen ermöglicht die StattTour eine direkte Selbsterfahrung und schafft Raum für Begegnungen, Austausch und ein besseres Verständnis unterschiedlicher Lebensrealitäten. 

    Die Touren führen je nach Angebot unter anderem durch die HafenCity, den Alten Elbtunnel, die Innenstadt oder entlang der Elbe. Dabei verbindet die StattTour klassische Elemente einer Stadtführung mit inklusiver Bildungsarbeit und leistet einen wichtigen Beitrag dazu, gesellschaftliche Teilhabe erlebbar zu machen. 

  • St. Pauli Queertour

    Die St. Pauli Queer Tour lädt dazu ein, die Geschichte und Gegenwart queeren Lebens auf St. Pauli zu entdecken. Der Stadtteilrundgang beleuchtet die Lebensrealitäten queerer Menschen im Spannungsfeld von Ausgrenzung, Sichtbarkeit und Selbstbestimmung und macht die Bedeutung St. Paulis als Ort der Begegnung und Vielfalt erfahrbar. Im Fokus stehen dabei historische und aktuelle Orte queeren Lebens sowie die Geschichten von Menschen, die den Stadtteil geprägt haben. An verschiedenen Stationen werden Biografien sichtbar, die von Verfolgung während der Zeit des § 175, aber auch von Zusammenhalt, Kreativität und gesellschaftlichem Wandel erzählen. Die Tour zeigt, wie queere Menschen auf St. Pauli Freiräume geschaffen, Netzwerke aufgebaut und das kulturelle Leben des Stadtteils mitgestaltet haben.

    Ein besonderes Merkmal des Angebots ist die enge Verbindung zum Stadtteil selbst: Die Rundgänge werden von Menschen geführt, die auf St. Pauli leben und ihre persönlichen Perspektiven sowie ihr lokales Wissen einbringen. 

    Als Projekt in der Sonderkategorie „Tourismus für ALLE“ trägt die Tour dazu bei, vielfältige Lebensrealitäten sichtbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven auf die Stadt zu eröffnen und ein besseres Verständnis für die Vielfalt Hamburgs zu schaffen.

  • Inklusiver Kulturtourismus aus Rollstuhl-Perspektive

    Die Rollstuhl-Erlebnisreisen Giambo verbinden inklusiven Tourismus mit individueller Begleitung und ermöglichen Menschen mit Assistenzbedarf besondere Reise- und Freizeiterlebnisse. Im Mittelpunkt stehen dabei die Wünsche und Interessen der Teilnehmenden. Jede Reise wird individuell geplant und orientiert sich konsequent an den persönlichen Vorstellungen der reisenden Person. Dabei nimmt bewusst jeweils nur eine Person mit Behinderung an einer Reise teil, wodurch Programm, Aktivitäten und Rahmenbedingungen passgenau gestaltet werden können. Die Begleitung durch examinierte Pflegekräfte ermöglicht zudem die Teilnahme von Menschen mit hohem Assistenzbedarf.

    Die Reisen schaffen Erlebnisse auf Augenhöhe und verfolgen das Ziel, selbstbestimmte Teilhabe am touristischen Leben zu fördern. 

    Seit 2019 entwickelt das Projekt seine Angebote kontinuierlich weiter und verbindet individuelle Erlebnisreisen mit Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit. Als Nominierung in der Sonderkategorie „Tourismus für ALLE“ steht das Projekt für einen Tourismus, der Menschen mit Assistenzbedarf in den Mittelpunkt stellt und gesellschaftliche Teilhabe aktiv fördert.

  • Rathauspassage Hamburg: Hamburgs sozialer Hafen

    Die Rathauspassage Hamburg ist ein offener Begegnungsort im Herzen der Stadt, der Tourismus, Kultur und soziale Teilhabe miteinander verbindet. Mit der Tourismusinformation „Hamburg (er)leben“, der Buchhandlung Kehrwieder, gastronomischen Angeboten sowie eigenen barrierearmen Stadtführungen schafft sie einen niedrigschwelligen Zugang zu Hamburg für Gäste und Einheimische gleichermaßen. Besucher finden hier nicht nur Informationen und Orientierung für ihren Aufenthalt, sondern auch einen Ort zum Ankommen, Verweilen und Begegnen. Gleichzeitig verfolgt das Projekt einen sozialintegrativen Ansatz. In den Bereichen Gastronomie, Buchhandel, Tourismus und Service werden Menschen beschäftigt und qualifiziert, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt besondere Herausforderungen erleben. Dadurch verbindet die Rathauspassage touristische Angebote mit gesellschaftlicher Teilhabe und schafft neue Perspektiven für ihre Mitarbeitenden. 

    Mit ihren barrierearmen Angeboten und ihrem inklusiven Verständnis von Gastfreundschaft zeigt die Rathauspassage, wie ein innerstädtischer Tourismusort für möglichst viele Menschen zugänglich gestaltet werden kann. Als Nominierung in der Sonderkategorie „Tourismus für ALLE“ steht das Projekt für einen Tourismus, der Begegnung ermöglicht, Teilhabe fördert und soziale Verantwortung in den Mittelpunkt stellt.

  • Ausbildung gehörloser Guides durch den Gästeführerverein Hamburg Guides

    Der Verein Hamburg Guides erweitert sein Angebot um Stadtführungen in Deutscher Gebärdensprache (DGS) und schafft damit neue Möglichkeiten, Hamburg barrierearm zu erleben. Im Rahmen einer eigens entwickelten Ausbildung wurden erstmals gehörlose Gästeführer qualifiziert, die Hamburg-Besucher in ihrer eigenen Sprache durch die Stadt begleiten. Ausgangspunkt des Projekts war die Idee, die bestehende Ausbildung für Gästeführer um ein speziell auf die Bedürfnisse gehörloser Menschen zugeschnittenes Angebot zu erweitern. Daraus entstand ein Qualifizierungsprogramm, das gehörlose Interessenten auf ihre Tätigkeit als Stadtführer vorbereitet und ihnen den Einstieg in die touristische Vermittlung ermöglicht. Mit den neu ausgebildeten Guides können gehörlose Gäste Hamburg nun im Rahmen professioneller Stadtführungen in Deutscher Gebärdensprache entdecken. Gleichzeitig eröffnet das Angebot auch internationalen Besuchern durch International Sign Language einen besseren Zugang zu den touristischen Angeboten der Stadt.

    Das Projekt trägt dazu bei, bestehende Barrieren im Tourismus abzubauen und die kulturelle Teilhabe gehörloser Menschen zu stärken. 

    Als Nominierung in der Sonderkategorie „Tourismus für ALLE“ steht das Projekt beispielhaft für einen Tourismus, der unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigt und Erlebnisse für gehörlose Menschen zugänglich macht.